Die Vereinschronik

Nachdem schon öfters von Interessenten der Wunsch geäußert wurde einen Schützenverein zu gründen, einigten sich mehrere junge Freunde des Schießsportes alle Liebhaber dieser Sportart zu einer Versammlung einzuladen.
Die Geburt des Schützenvereins Ettlenschieß fand dann am 7. Dezember 1957 statt. Diese erste Versammlung war gleich ein großer Erfolg, denn es meldeten sich 30 aktive Mitglieder an und trugen ihre Namen in die Mitgliederliste ein.
Der Eintrittsbeitrag wurde sogleich auf 10,- DM festgelegt und als Jahresbeitrag einigte man sich auf 8,- DM. Eine Woche später wurde die erste Hauptversammlung einberufen, wobei dann die Vorstandschaft gewählt wurde. Durch geheime Wahl wurde der Vorstand ermittelt. Hans Paukert wurde einstimmig gewählt und sofort in sein Amt eingeführt und leitete danach den jungen Verein 17 Jahre lang.
Von der Familie Ströhle wurde dem Verein freundlicherweise der Saal des Gasthofes Hirsch für den Aufbau der Schießstände zur Verfügung gestellt, wo sich dann die ersten 10 Jahre das gesamte Vereinsleben der Schützen abspielte. Nachdem vom Verein einige Gewehre gekauft wurden, konnte schon sehr bald mit dem Schießbetrieb begonnen werden und die ersten Trainingsstunden wurden absolviert. Gleich im ersten Jahr wurden dann auch zwei Mannschaften gebildet, welche sich an den Rundenwettkämpfen mit mehr oder weniger Erfolg beteiligten.
Um die Vereinskasse aufzufrischen, begann man damit, alljährlich ein Gartenfest abzuhalten. Auch wurde dann ein Enten und Gockelschießen durchgeführt, das bis heute jedes Jahr mit großem Interesse der Ettlenschießer Einwohner am Kirchweihsonntag abgehalten wird .
Drei Jahre später zählte der Verein schon stolze 50 Mitglieder. Die Schießleistungen hatten sich durch fleißiges Training auch wesentlich gebessert und es wurden deshalb mit verschiedenen Vereinen aus der näheren Umgebung Freundschaftsschießen durchgeführt.
1960 sprach man zum erstenmal davon, daß man in den kommenden Jahren ein Vereinsheim mit den entsprechenden Schießanlagen erstellen könnte. Es dauerte jedoch bis zum Jahre 1964, als mit der Planung begonnen wurde. Es war schon Herbst 1965 als der sogenannte erste Spatenstich gemacht wurde. Viele fleißige Helfer beteiligten sich jeden Samstag bei den Bauarbeiten. Und so kam es, daß die Fundamentarbeiten noch vor Wintereinbruch abgeschlossen .wurden. Da es nun mit dem Neubau des Schützenheims langsamer voranging, konnte erst am 9. Dezember 1966 Richtfest gefeiert werden. Im folgenden Jahr waren hauptsächlich die Baufachleute an der Reihe, um am Schützenheim weiter zu arbeiten. Und so konnte man Ende 1967 ein fast fertiges Vereinsheim sehen. Im Jahre 1968 konnte man endlich in das neue Schützenheim umziehen.
Viele Jungschützen sind hinzugekommen, so daß der Verein zu diesem Zeitpunkt 75 Mitglieder hatte. Verbunden mit einem Preisschießen fand dann vom 25. September bis 3. Oktober 1971 eine große Einweihungsfeier des Schützenheims statt.
Einen recht großen Erfolg hatte im Jahr 1971 die Luftgwehrmannschaft, denn sie schloß die Saison als Rundenwettkampfsieger ab.
Die ständig wachsende Mitgliederzahl und das verstärkte Schießinteresse führte dazu, daß dann im Jahr 1975 mit dem Bau der Schießanlagen für KK-Gewehr und Sportpistole begonnen wurde. Da sich im Jahr 1976 immer mehr Schützen für die Disziplin Luftpistole interessierten, wurde im selben Jahr noch eine Mannschaft gemeldet, die dann an den laufenden Rundenwettkämpfen teilnahm.
Zum ersten mal seit bestehen des Vereins konnte ein Schütze aus unseren Reihen den Titel des Kreisschützenkönigs 1976 erringen, und zwar Karl Leonhardt. Genau ein Jahr später stellten wir mit Horst Miller wieder den Kreisschützenkönig.
Nachdem wiederum die Schützen große Opfer erbrachten und in unzähligen Arbeitsstunden die neuen Schießanlagen für KK-Gewehr und Sportpistole in großzügiger Aufmachung errichteten, konnte nach einer Bauzeit von knapp drei Jahren in einem größeren Rahmen die Einweihungsfeier der neuen Schießanlagen vom 2. bis 4. Juni 1978 abgehalten werden. Noch im selben Jahr nahmen die neuen Sportpistolenschützen an den laufenden Rundenwettkämpfen teil. Ein Jahr später begannen die KK-Schützen.
1981 und 1982 wurde der sportliche Erfolg gekrönt durch unser Jungschützin Margit Maier (geb. Urban) durch den 1. Platz auf den Landesmeisterschaften in der Disziplin Luftgewehr Junioren weiblich. Da bis zum Jahre 1982 die Zahl der Mitglieder auf über 140 Personen anstieg und nach wie vor das große Interesse am Schießsport anhielt, konnten schon damals neun Mannschaften des Vereins an den Rundenwettkämpfen teilnehmen. Einen großen Erfolgt erzielten in diesem Jahr die LG-Schützen durch den Aufstieg in die Bezirksklasse. Im Jahre 1983 feierte der Schützenverein sein bisher größtes Fest, das 25-jährige Vereinsjubiläum mit Fahnenweihe und großem Festzug durch die Gemeinde.
Den absoluten Höhepunkt der schießsportlichen Leistungen erbrachte Margit Maier 1985, als sie bei der deutschen Meisterschaft in der Disziplin LG-Mannschaft Damenklasse den ersten Platz erreichte. Zum nun schon zweiten mal errang Horst Miller 1989 den Titel des Kreisschützenkönigs.
1996 wurden der Schieß- und Wirtschaftsraum renoviert, ein Freisitz mit Grill an der Südseite des Vereinsheims angelegt und eine neue Schiebetür zum Freisitz angebracht.
Die Mitgliederentwicklung schritt in den letzten Jahren immer weiter voran, so daß der Verein im Jahr 1997 insgesamt 183 Vereinsmitglieder hatte und an den laufenden Rundenwettkämpfen nahmen 5 Luftgewehrmannschaften, 2 Jugendmannschaften, 1 Luftpistolenmannschaften, 3 KK-Gewehrmannschaften und 4 Sportpistolenmannschaften teil.

1998 feierte der Schützenverein seinen 40. Geburtstag. Die Jubiläumsfeier wurde auf der Hauptversammlung abgehalten, wobei die Gründungsmitglieder (26) durch den BOSM Dieter Hornung geehrt wurden.

aktualisiert: Donnerstag, 31. Mai 2018